Gemeinsam mit meinem Kollegen Volker Hepp biete ich seit 2005 System- und Familienaufstellungen im Schloss Seefeld bei München an. Anfangs waren es Tagesseminare, doch je tiefer wir in unseren Aus- und Weiterbildungen rund ums Thema Nervensystem und Selbstregulierung eingestiegen sind, um so klarer wurde: ein Samstag ist einfach zu wenig Zeit, um wirklich nachhaltige Prozessarbeit leisten zu können. Daher bieten wir seit fast einem Jahr nur noch Wochenendseminare an.

Aber da man sich die „Nasen“ ja doch erst einmal anschauen möchte, denen man sich da ein ganzes Wochenende anvertraut, starten wir im Februar mit Offenen Samstagen. Wir starten gemütlich um 13 Uhr im Schloss Seefeld, erzählen und erklären viel zum Thema Familienaufstellung, Systemaufstellung und Organisationsaufstellung. Und lassen uns gerne rund um diese Themen Löcher in den Bauch fragen.

Und – jeder Teilnehmer, der das möchte, bekommt eine sogenannte Speed-Aufstellung. Die Speed-Aufstellung ist ein von uns entwickeltes Systemaufstellungs-Format, bei dem die Teilnehmer ohne ausführliches Vorgespräch in ein bis zwei Bildern und Szenenbewegungen sehr schnell an die Dynamik hinter ihrem Thema kommen.

Neugierig geworden? Dann finden Sie auf Ammersee-Sys alle weiteren Informationen.

Systemische Strukturaufstellungen (SySt) sind eine Aufstellungsform bei der neben menschlichen auch abstrakte Systemelemente (z. B. Ziele, Hindernisse, Ideen) berücksichtigt werden können. Personen (Repräsentanten) übernehmen dabei die Rolle der einzelnen Systemanteile und werden so aufgestellt, wie sie aus Sicht des Aufstellers der Position im System entsprechen.

Durch die Empfindungen der aufgestellten Personen kann so ein Verständnis für das gesamte System entstehen. Durch Veränderungen im aufgestellten System können Lösungen zu Problemsituationen ausprobiert und erarbeitet werden. Diese Aufstellungsform wurde von Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer entwickelt. Es lassen sich bei den systemischen Strukturaufstellungen sowohl interne Systeme (Körper usw.) als auch externe Systeme (Familie, Unternehmen usw.) aufstellen.

Manchmal kann die “abstrakte Herangehensweise” über eine Strukturaufstellung helfen von einer anderen Warte, einem anderen Blickwinkel aus auf das zu schauen, was einen zur Aufstellung hingeführt hat und dadurch leichter zu einer Lösung gelangen.

“Praxis der Systemaufstellung” heißt das Magazin der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS). Eine Zeitschrift, voll gefüllt mit Beiträgen zum Thema “Lösungen in Familien und Organisationen”, also kein langweiliges Verbandsorgan, sondern sehr sehr viele spannende Beiträge und Diskussionen.

Wer also sich immer wieder neu inspirieren lassen möchte, bleibt hier absolut auf dem Laufenden. Das Abo kostet im Jahr 34,- €, ein Betrag, der sich lohnt. Und – das Abo ist losgelöst von einer Mitgliedschaft in der DGfS.

Matthias Varga von Kibéd ist einer meiner Lehrer. Er studierte Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie und Mathematik an der Universität München und  promovierte 1984 über Universalgrammatik. 1987 schrieb er seine Habilitation über die Grundlagen der formalen Wahrheits- und Paradoxientheorie. Er arbeitete als Professor an den Universitäten München, Wien, Ljubljana, Graz, Konstanz, Maribor und Tübingen.

Zusammen mit Insa Sparrer hat er die systemischen Strukturaufstellungen entwickelt und lehrt diese am SySt in München.

Sätze, die mir von ihm besonders im Ohr geblieben sind:

  • “Man kann das Pflanzenwachstum nicht durch Ziehen an den Blättern beschleunigen” oder
  • “Eine Aufstellung ist kein Vaterschaftstest”

Auch seine Bücher, die er zusammen mit Insa Sparrer geschrieben hat, sind lesenswert, genauso wie seine Seminare und Aufstellungen.

Eine Systemaufstellung ist eine Übung innerhalb einer in Seminarform angebotenen Gruppenveranstaltung und der Oberbegriff für verschiedene Aufstellungsformate, von denen die Familienaufstellung die bekannteste ist.

Allen Aufstellungsformaten gemeinsam ist die Vorgehensweise, dass Personen als sogenannte Repräsentanten oder Vertreter eine Benennung – (im Sinne von „Vertreter für …“) – erhalten, im Raum aufgestellt werden und im Zuge einer Prozessarbeit nach ihrer Wahrnehmung innerhalb des aufgestellten Systems befragt werden. Ein Kernpunkt des methodischen Vorgehens bei der Durchführung von Systemaufstellungen ist es, insbesondere solche Systemdynamiken durch die Aufstellungsmethode zu betrachten, die durch logisch rationale Erwägungen i.a. weniger effektiv erfahrbar gemacht werden können.

Zielsetzungen können dabei auch allgemeine Klärungsanliegen oder Fragen zum Management und Selbstmanagement innerhalb sozialer Systeme (z. B. bei Fragen aus dem beruflichen Kontext) wie z. B. bei Organisationsaufstellungen oder Strukturaufstellungen sein. Bei Drehbuchaufstellungen wird z. B. die Publikumswirksamkeit oder auch Stimmigkeit literarischer Werke durch den jeweiligen Autor erörtert bzw. hinterfragt. Bei allen Systemaufstellungen wird davon ausgegangen, dass die Vertreter in dem so aufgestellten System Aussagen machen (können), die den Aussagen bzw. Dynamiken des realen Systems nahe kommen und so eine Hilfe für Entscheider darstellen.

Textauszug aus “Wikipedia” – Hier erhalten Sie weitere Informationen zu den verschiedensten Formaten, Abläufen und Erklärungmodellen.

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