Endlich ist sie da, die ersehnte Beförderung. Man hat ja auch lange, zielstrebig und hart genug dafür gearbeitet. Und dann steht der neue, vielleicht größere Dienstwagen vor der Tür, das neue Büro ist bezogen, die Visitenkarten mit dem neuen Titel liegen in der Schublade … Eigentlich alles im Lot. Aber nur eigentlich. Denn uneigentlich, so haben Wirtschaftspsychologen der Universität Warwick herausgefunden, führt die neue Verantwortung und das Gefühl sich – jetzt erst recht – beweisen zu müssen, zu Stress, Angstzuständen und (im schlimmsten Fall) in eine Depression.

Na, prima. Erfolg auf der ganzen Linie sieht anders aus.

Der Haken an der Sache: Unseren Körper interessiert das neue Image nicht. Er muss gucken wie er mit dem Stress und der Angst klarkommt. Und wehrt sich – früher oder später.

Gerade wer gleich mehrere Stufen der Leiter auf einmal genommen hat, leidet unter dem Druck und der Angst zu Scheitern. Was wenn ich es doch nicht verdient habe? Was, wenn der Schluck aus der Pulle – für mich – zu groß war? Wo lande ich dann?

Für die Wirtschaftspsychologen ist die Lösung klar: eine Beförderung sollte grundsätzlich von einem Coach oder Mentor begleitet werden, der hilft, mit der neuen Verantwortung besser zurecht zu kommen.

Und hier kann ich nur eifrig nicken. Gerade wenn man z. B. intern befördert wird, also auf einmal der Chef der bisherigen Kolleginnen und Kollegen wird, brauchen Fremd- und Selbstbild dringend ein Update.

Hier kann und sollte ein Coaching helfen, das neue Bild zu sortieren, das Rollenverständnis zu klären und die neue Position mit Werten und Leben zu füllen.

Springen Sie also nicht blind in eine Depression oder einen Burnout, sondern mit neugierigen, offenen Augen in einen neuen, spannenden Lebensabschnitt.

© 2011-2012 Coach Karin Intveen v1